DIN-Formate

Die Geschichte und Bedeutung der DIN-Formate im Überblick 

Die Geschichte der DIN-Papierformate begann 1922, als das Deutsche Institut für Normierung (DIN) die DIN EN ISO 216 (DIN A4) veröffentlichte. Ziel war es, ein Standardformat für Papier festzulegen. Dies sollte helfen, den Dokumentenaustausch zwischen verschiedenen Organisationen zu erleichtern und die Produktivität in der Druckindustrie zu steigern. Das A4-Format, das erste DIN-Format, wurde im Jahr 1922 als offizielle Norm eingeführt. Es gewann schnell an Popularität und wurde bald auch von anderen Ländern übernommen, was zu seiner weiten Verbreitung führte.

In den darauffolgenden Jahren wurden weitere DIN-Formate wie A3, A5 und A6 eingeführt. Diese folgen seitdem einem durchdachten Konzept. Die Größen wurden so entwickelt, dass man sie halbieren kann, um das nächstkleinere Format zu erhalten. Aufgrund dieses Merkmals kann das Papier sehr effizient genutzt werden. Dies führte zudem zu einer weltweiten Popularität der DIN-Formate. Die folgende Grafik veranschaulicht diese spezifische Eigenschaft.

Die Verwendung von DIN-Formaten setzte sich in Deutschland 1936 als verbindliche Größe für alle offiziellen Geschäfts- und Behördenkorrespondenzen durch. Die Regierung verlangte, dass die Effektivität der Kommunikation und Dokumentation erhöht werden sollte. Daher unterzog man alle Produktions- und Verwaltungsprozesse dieser Standardisierung. Ab diesem Zeitpunkt wurde Papier in Deutschland ausschließlich nach DIN-Formaten hergestellt. 

Heute sind DIN-Formate in der ganzen Welt weit verbreitet und international anerkannt. Sie sind Standardformate für Büromaterialien, Druckerzeugnisse, Fotopapier und viele andere Anwendungen. Die DIN-Formate haben sich als effektiv und praktisch erwiesen und sind aus der heutigen Kommunikation und Dokumentation nicht mehr wegzudenken.

In Deutschland richten sich die meistverwendeten Papierformate nach der Norm DIN 476. Bei diesen Formaten stehen Breite und Höhe immer im Verhältnis 1 zu Wurzel aus 2 (also 1:1,41). Das Ausgangsformat ist DIN A0 mit 841 x 1.189 mm – was 1 m2 ergibt. Jedes weitere Format wird daraus abgeleitet, indem man die längere Seite halbiert. Die B-Reihe steht für die unbeschnittenen Papiergrößen, die C-Reihe für die Kuvertgrößen.

Letztendlich wurde durch die Einführung der DIN-Formate die Druckindustrie revolutioniert. Mit ihnen ließ sich seit ihrer Einführung die Produktivität und Effizienz maßgeblich steigern. Als international anerkannter Standard erleichtern sie die Zusammenarbeit und Kommunikation auf globaler Ebene.